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Der SV Lintel Wir, der Schützenverein Lintel, sind ein kleiner ländlicher Verein in der Gemeinde Hude, im Landkreis Oldenburg. Wir legen viel Wert auf den Schießsport aber natürlich ebensoviel auf Geselligkeit und Traditionspflege. Geselligkeit heißt aber nicht -wie viele behaupten- ein wöchentliches Trinkgelage, sondern gemütliches Beisammensein in der Schießhalle und reden über alles Mögliche oder Karten spielen. Natürlich wird dabei auch ein wenig Bier getrunken, aber das ist wahrscheinlich in fast jedem anderem Verein gleich. (Tennis, Fußball, Golf, Kegeln...). So jetzt wieder zu uns. Im wöchentlichem Wechsel finden mittwochs bei uns die Damen- und Herrenschießabende statt. Freitags trifft sich der sog. „Gesprächskreis“ oder auch die „Freitagsschützen“. Man könnte sagen die "ältere Jugend" so zwischen 16 und 40 Jahren. Fast jeden zweiten Sonntag sind bei uns die Kinder-, Jung- und Jugendschützen (8-16 Jahre) aktiv. Die Jüngsten (8-12) schießen munitionslos auf einer RIKA-Anlage (Computer-Schieß-Anlage). Die etwas älteren zwischen 12 und 14 Jahren dürfen dann schon Luftgewehr mit Munition schießen (selbstverständlich nur unter Aufsicht). Ab 14 Jahren darf dann auch mit dem Kleinkalibergewehr auf 50m Entfernung geschossen werden.
Ein Jahr im Schützenverein Lintel: Zum Anfang des Jahres gehört -wie in fast jedem Verein- die Generalversammlung, die bei uns immer mit reger Teilnahme stattfindet. Ende Februar führen wir zusammen mit den Vereinen Hurrel und Hemmelsberg-Altmoorhausen die Dreibundkohlfahrt aus. Das eine lustige Sache und findet immer reihum in den vier Ortschaften statt. Wer nicht weiß, was eine Kohlfahrt ist, klickt einfach mal HIER. Schützenfest -das wichtigste Fest im Jahr. In Lintel und Umgebung sagt man auch „Ein Dorf säuft sich zu Tode“. Ende April wird das Königsschießen veranstaltet. Hieraus wird dann das Königshaus des nächsten Jahres ermittelt. Die Schießbedingungen wechseln jährlich, so das viele verschiedene Mitglieder im Laufe der Zeit König werden können. Außerdem gibt es Königs- und Adjutantensperren: Herren: 10 Jahre bzw. 3 Jahre; Damen: 10 Jahre; Jung- und Jugendschützen: keine. Hier die Liste der Königinnen und Könige. Das Schützenfest selbst findet immer an Himmelfahrt statt. Um 12 Uhr treffen sich fast alle Schützen an der Schießhalle, von dort aus wird zum König marschiert. Beim König findet ein Umtrunk und die Proklamation des neuen Jungschützenkönig/in und den Adjutanten statt. Wenn der König nicht aus Lintel kommt, kann er sich seit 3 Jahren aussuchen, ob er sich an seinem Wohnsitz mit Bussen oder an einer Linteler Ortsgrenze abholen lässt. Zurück auf dem Festplatz klingt der Tag dann früher oder später mit dem einen oder anderen Bier langsam aus. Auf dem Festplatz gibt es Bierbuden (mit Mitgliedern aus dem Verein besetzt), Wurst- und Fischbude, Schiessbude, Kinderkarussell,.... . Am Freitag wird dann, -bis auf die Wurstbude- alles wieder abgebaut, um am Samstag den Schützenball mit anderen Vereinen zusammen zu feiern. Auf diesem Schützenball wird, das alte Königshaus verabschiedet und das neue proklamiert. Am Ende des Balls fallen meisten noch ca. 25-30 „Hartgesottene“ beim neuen König und der Königin ein um Spiegeleier zu Essen. Dies ist mittlerweile zur Tradition geworden, allerdings weiß niemand seit wann das gemacht wird. Wenn man dann nach Hause kommt, wird es meistens schon wieder hell „aber das ist auch gut so“. Hier noch ein lustiger Text zum Thema Zeltfeste. Anmerkung: So schlimm ist es auf unserem und auch den meisten anderen Schützenfesten nicht. Also als Spaßtext zu verstehen. Nicht das es hinterher heißt: Schützen sind alles nur besoffene Vollidioten ! Zwischen Königsschießen und Schützenfest ist meistens noch der 1. Mai. Auch hier sind wir natürlich wieder aktiv. 3-4 Tage vorher fahren die Männer los um einen Baum und Tannengrün zu besorgen. Dies ist zwar mit Arbeit verbunden, mach aber trotzdem riesig Spaß. Außerdem geht man später wieder irgendwo (vorher nie geplant) Spiegeleier essen. 1-2 Tage vor dem 1.Mai binden die Frauen aus dem Tannengrün dann einen Kranz, der um den Baum gewickelt wird. Am 1.Mai um 10Uhr wird schließlich die ca. 15-20m hohe geschmückte Birke bei der Schießhalle ohne technische Hilfe aufgestellt. Danach wird mit den „Linteler Dorfmusikanten“ gesungen und später noch Suppe vom örtlichen Partyservice Staab gegessen. Im Sommer finden die Fahrradtouren der Damen und Herren statt, diese werden vom König und seien Adjutanten bzw. von drei Schützinnen -nach dem Alphabet ausgewählt- organisiert und durchgeführt. Im Oktober wird bei uns das Schluss- und Aalschießen durchgeführt. Hier werden in verschiedenen Disziplinen Aal-, Fleisch- und Geldpreise sowie diverse Pokale usw. ausgeschossen. Am Abend werden die Preise verteilt und übrig gebliebene Aale, Forellen, Fleisch und Wurst versteigert. Bei der Versteigerung werden Preise erzielt, die jenseits von „Gut und Böse“ liegen, aber alle wissen das, das was über Einkaufspreis verkauft wird, dem Verein zu Gute kommt. Am Ende des Jahres finden natürlich auch noch die Weihnachtsfeiern der Jugend, Damen, Herren mit Vogelschießen und der Freitagsschützen mit Charlyclub-Pokalschießen statt. Zwischen durch sitzen wir übrigens auch nicht immer nur zu Hause, es gibt auch noch diverse Pokalschießen und Schützenfeste bei denen wir gerne teilnehmen. So das war ein Jahr im SV-Lintel. Wer einmal Lust hat vorbei zu kommen ist willkommen. Wann wir in der Schießhalle anzutreffen sind, ist in den Terminplänen zu ersehen.
Chronik des SV Lintel
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Stand: 01.10.10